Aktuelle Nutzung
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Geschichte
Geschichte

Das Paul-Gustavus-Haus ist ein seit 1980 unter Denkmalschutz stehendes Kulturdenkmal im Geltungsbereich des Sanierungsgebietes „Altenburg Altstadt“, im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung Innenstadt sowie im Denkmalensemble „Kernstadt Altenburg“.

Es ist zusammen mit dem rückwärtig gelegenen Produktions-, Kontor- und Lagerräumen eines der wenigen, in dieser Geschlossenheit erhaltenen Beispiele der Kombination von Wohn- und Arbeitswelt in der Residenzstadt Altenburg um 1900. Das Paul-Gustavus-Haus ist ein Vertreter der wechselhaften Wirtschaftsgeschichte der Stadt Altenburg, insbesondere der ehemals bedeutenden Wirtschaftszweig der Malzkaffeeproduktion (ursprünglich existierten mehrere Malzkaffeeproduktionsstätten in Altenburg) einerseits sowie der Nutzungsgeschichte dieser Gewerbeeinheit (nach der Verkaufsstelle für den produzierten Kaffee befanden sich in dem Ladengeschäft zwei Drogerien, eine Buchhandlung als auch ein Tapeten- und Farbengeschäft) andererseits.

Der hohe baukünstlerische Anspruch des Kulturdenkmals zeigt sich außen insbesondere an dem reich verzierten Fassadendekor (Klinkerverblendung des gesamten Vorderhauses mit plastischem Schmuck und Fassadenmalerei) sowie den innovativen Vertikalschiebefenstern im englischen Stil. Im Inneren des Hauses zeugen vor allem das aufwendig verzierte Treppenhaus, die repräsentativen Stuckdecken in den Wohnräumen des Vorderhauses sowie die erhaltenen dekorativen Raumteiler mit massiver Bleiverglasung und die kunstvoll gestalteten Wand- und Bodenfliesen von zeitgenössisch moderner Konstruktionsweise und Materialästhetik.

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